Medizinische Leistungen

Gastroenterologen sind Spezialisten für Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen. Ihre Aufgabe ist unter anderem die Endoskopie des oberen- und unteren Verdauungstraktes. Ob zur Diagnostik, Therapie oder zur Prävention von gastrointestinalen Erkrankungen – wir bieten Ihnen die gängigen endoskopischen Verfahren in der Sicherheit der Salzachklinik ambulant an.

Melden Sie sich bitte über Ihren Hausarzt telefonisch an.
Tel: 08684-9850 (Salzachklinik) oder
Tel: 08684-770 (Gemeinschaftspraxis)

Wir stellen den Kontakt zu Ihrem Hausarzt gerne her. Terminvereinbarung über die Salzachklinik zu folgenden Zeiten: Montag, Mittwoch und Donnerstag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr. Notfälle werden selbstverständlich jeder Zeit behandelt.

Die Darmspiegelung stellt derzeit den Goldstandard zur Untersuchung des Dickdarms dar und hat in den Händen eines erfahrenen Facharztes für Gastroenterologie die größte Genauigkeit für das Auffinden von Darmpolypen oder Darmkrebs.
 
Die Vorsorgekoloskopie sollte ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig bei allen Patienten durchgeführt werden, da durch Entfernung gutartiger Vorstufen (Darmpolypen) Darmkrebs verhindert werden kann. Eine Darmspiegelung sollte zudem bei chronischen Durchfällen, Verstopfung, Blut oder Schleim im Stuhl, Bauchschmerzen, Eisenmangel oder einer mikrozytären Anämie durchgeführt werden.
 
Bei der Darmspiegelung werden der gesamte Dickdarm sowie das letzte Stück des Dünndarms (dünndarmwärts der Bauhinschen Klappe – dem terminalen Ileum) endoskopisch untersucht. Hierzu muss der Darm vollständig gereinigt werden. Für Sie als Patient bedeutet das, dass Sie ca. drei Tage vor der geplanten Untersuchung auf den Verzehr von Ballaststoffen, Körnern (z.B. in Müsli enthalten) oder Obstkerne verzichten sollten. Die eigentlichen Abführmaßnahmen beginnen in der Regel am Nachmittag vor der geplanten Untersuchung. Ein Rezept für die Abführmittel und Trinklösungen wird Ihnen von Ihrem Hausarzt oder von unserer Praxis ausgestellt. Wir erklären Ihnen die Einnahme exakt und händigen Ihnen zusätzlich ein Merkblatt aus. Zudem informieren wir Sie über den Ablauf der Untersuchung und eventuelle Risiken. Sie bekommen zusätzlich zur Informationsbroschüre eine Einwilligungserklärung.
 
Die Darmspiegelung dauert in der Regel etwa 20-30 Minuten, wobei sich die Untersuchungszeit verlängern kann, wenn Polypen abgetragen werden müssen. Um die Entnahme von Gewebeproben und die Abtragung von Polypen möglichst risikoarm zu gestalten, sollten Medikamente, die die Blutgerinnung beeinträchtigen, vier bis fünf Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden, falls möglich.
 
Die Untersuchungen erfolgen in unserer Klinik mit modernsten Endoskopen mit High-Defintion (HD) Auflösung und Chromoendoskopieverfahren. Wir garantieren den höchsten hygienischen Standard durch vollautomatische Aufbereitungsanlagen.
 
Die Darmspiegelung kann mit Schlafspritzedurchgeführt werden, sodass Sie vor Untersuchungsbeginn einschlafen und erst am Untersuchungsende wieder aufwachen. Dies hat den Vorteil, dass Sie keinerlei Beschwerden (Druck, Luft im Bauch) empfinden. Bitte beachten Sie, dass Sie nach Verabreichung einer Beruhigungsspritze (Propofol) über 24 Stunden nicht Auto fahren oder gefährliche Arbeiten (z.B. Arbeiten mit der Motorsäge etc.) verrichtet dürfen.
 
In geübter Hand des Gastroenterologen ist die Darmspiegelung auch ohne Verabreichung einer Beruhigungsspritze möglich. Allerdings kann es dann während der Untersuchung zu einem Blähungsgefühl kommen, da der Darm zur vollständigen Beurteilung mit Luft entfaltet wird. Während der Untersuchung können auffällige Befunde (Darmpolypen, Entzündung) sofort mit Entnahme einer Gewebeprobe untersucht werden. Die Entnahme von Gewebeproben (Biopsien) ist in der Regel auch zur Abklärung von chronischer Durchfallerkrankungen oder unklarer Schmerzzustände erforderlich. Sie ist schmerzfrei und unbedenklich.
 
Polypen werden sofort während der Darmspiegelung abgetragen. 
Nach der Untersuchung kann der Patient in der Regel sofort wieder essen und trinken.
 
In einigen Fällen (z.B. Verlaufskontrollen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen) ist nur eine teilweise Darmspiegelung notwendig. Hierzu sind keine speziellen Abführmaßnahmen durchzuführen. Zur Darmbeurteilung wird in der Praxis etwa eine Viertelstunde vor der Untersuchung ein Einlauf verabreicht; danach kann die partielle Untersuchung durchgeführt werden. Eine Beruhigungsspritze ist bei Teildarmspiegelungen in der Regel nicht notwendig, kann aber auf Wunsch verabreicht werden.
 
Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zu einem persönlichen Gespräch zur Verfügung und beraten Sie individuell.

Die Magenspiegelung stellt derzeit den Goldstandard zur Beurteilung der Speiseröhre (Ösophagus), des Magens (Gaster) und des Zwölffingerdarms (Duodenum) dar.

Die Untersuchung dauert etwa zehn Minuten und ist nicht belastend. Das Endoskop wird vorsichtig über den Mund durch einen einliegenden Gebissschutzring eingeführt. Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Ösophagus (Refluxerkrankung, Barrett Ösophagus), des Magens (Gastritis, Magengeschwüre, Helicobacter pylori) sowie des Dünndarms (Dünndarmulcus, Zöliakie). Bei auffälligen Befunden werden während der Untersuchung mit einer Biopsiezange Gewebeproben entnommen. Therapeutische Interventionen wie Abtragung von Polypen oder Blutstillung können ebenfalls unmittelbar während der Untersuchung erfolgen.

Die Magenspiegelung erfolgt mit modernen Videoendoskopen in High-Definition (HD) mit der Möglichkeit der virtuellen Chromoendoskopie sowie Zoomfunktionen.

Die Untersuchung wird in nüchternem Zustand durchgeführt, die letzte Nahrungsaufnahme sollte mindestens drei bis sechs Stunden zurückliegen, wobei morgens nach dem Aufstehen noch ein Glas Wasser getrunken werden kann. 

Die Untersuchung kann mit einer sogenannten Schlafspritze (Analgosedierung) durchgeführt werden. Dabei schläft der Patient während der gesamten Untersuchung. Aus rechtlichen Gründen dürfen Sie über 24 Stunden nach der Schlafspritze nicht selbst Auto fahren oder gefährliche Arbeiten verrichten. Während der Schlafspritze erfolgt eine Kreislauf- und Blutdrucküberwachung.

Alternativ besteht die Möglichkeit die Magenspiegelung ohne Schlafspritze durchführen zu lassen. In diesem Fall wird der Rachen durch Gabe eines Sprays betäubt. Dabei ist zu beachten, daß man ca. 15 bis 30 Minuten nach der Untersuchung noch unter einem Taubheitsgefühl an der Rachenhinterwand leiden kann. Solange darf weder gegessen noch getrunken werden (Gefahr des Verschluckens).

Etwa 30 Minuten nach der Untersuchung ist Essen und Trinken wieder regulär möglich.

Um eine Probeentnahme komplikationsfrei durchführen zu können, sollten blutverdünnende Medikamente vier bis fünf Tage vor der Untersuchung abgesetzt werden.

Beurteilung der Inneren Organe mit Ultraschall
Eine Ultraschalluntersuchung der Bauchorgane (Sonographie) stellt eine sehr genaue bildgebende Methode dar, innere Organe wie Leber, Gallenwege, Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, Milz, Nieren, Gefäße, Lymphknoten, Harnblase sowie Darmwand beurteilen zu können. Die Untersuchung ist ungefährlich und insbesondere ohne Strahlenbelastung.

Verfahren wie die farbkodierte Doppler-Sonografie zeigen die Durchblutung und den Blutfluss und werden zur Beurteilung der Blutgefäße eingesetzt. Kontrastmittelverstärkung verbessert das Spektrum bei der Diagnostik von Tumoren.

Unsere Erfahrung und moderne Ultraschallgeräte der jüngsten Generation, garantieren Ihnen höchsten Qualitätsstandard.

Wir nehmen auch therapeutische ultraschallgesteuerte Interventionen wie Gewebeentnahmen aus der Leber (Leberbiopsie) oder Drainagenanlagen vor.

Ausgenommen von Notfällen erfolgt die Sonographie in nüchternem Zustand, in der Regel ab dem Frühstück. Die Untersuchung dauert ca. 10-15 Minuten und wird während der Durchführung erklärt. Anschließend dürfen Sie sofort wieder essen und trinken.

Diagnose einer Laktose- und Fruktoseunverträglichkeit
Wasserstofftests (H2-Atemtests) stellen den aktuellen Goldstandard zur Abklärung möglicher Nahrungsmittelintoleranzen wie Laktoseintoleranz oder Fruktosemalabsorption dar, die zunehmend häufiger diagnostiziert werden.

Patienten mit diesen Erkrankungen berichten gehäuft von chronischem Durchfall, Blähungen (Meteorismus) oder anderen abdominellen Beschwerden.

Der Test beruht auf der Messung des Wasserstoffs in der Ausatemluft. Wasserstoff entsteht praktisch ausschließlich bei der bakteriellen Zersetzung von Zuckern im Dickdarm. Laktose wird regulär bereits im Dünndarm aufgenommen. Bei einer Intoleranz wird die Laktose jedoch nicht ausreichend im Dünndarm resorbiert und gelangt so in den Dickdarm. Hier entsteht durch Bakterien Wasserstoff, der über den Blutkreislauf in die Lungen gelangt und abgeatmet wird. Mit einem speziellen Messgerät kann man die Wasserstoffkonzentration in der Ausatemluft messen und somit eine Malabsorption zu diagnostizieren. Analog erfolgt die Messung bei der Fruktosemalabsorption Intoleranz.

Vor Testbeginn wird ein Nullwert (vor Zuckerbelastung) gemessen. Es ist wichtig zuvor eine Nüchternzeit von mindestens 8 Stunden einzuhalten. Nach der Nullwertbestimmung bekommen Sie ein Glas mit gelöster Laktose oder Fruktose zu trinken. Alle 15-30 Minuten wird über eine Untersuchungszeit von 1-2 Stunden die Wasserstoffkonzentration in der Ausatemluft gemessen. Parallel zur Messung bitten wir Sie Ihre Beschwerden zu dokumentieren.

Um ein möglichst genaues Testergebnis zu erhalten, sollte der Test nicht unmittelbar nach einer Darmspiegelung oder einer antibiotischen Therapie erfolgen.

Alternativ können zur Diagnose eine Nahrungsmittelunverträglichkeit auch Biopsien der Dünndarmschleimhaut im Rahmen einer Magensüiegelung (Messung der Enzymaktivität; Kosten derzeit 30.-€) verwendet werden.

Gerne besprechen wir die Ergebnisse der Wasserstoffatemtest mit Ihnen individuell. 

Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind keine Allergien. Allergien sind nur in etwa 5-10% der Fälle für Bauchschmerzen verantwortlich. Sollten bereits Allergien bei Ihnen bekannt sein, bitten wir Sie uns dies mitzuteilen.

zu Tumornachsorge, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa), Refluxerkrankung (GERD), Barretterkrankung oder chronische Bauchbeschwerden (Reizdarm)

In unseren Spezialsprechstunden erstellen wir mit Ihnen gemeinsam sinnvolle Behandlungskonzete für chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa), die gastroösophageale Refluxerkrankung, Barrettösophagus und chronische Bauchbeschwerden. 

Wir freuen uns auf Ihre Terminvereinbarung!

Dr. med. Matthias Gotthardt
Facharzt für Innere Medizin (Schwerpunkt Gastroenterologie)

Tel: 08684 770
kontakt@gp-fridolfing.de

Praxiszeiten: Montag und Donnerstag Nachmittag